Parodontologie

Deckung von Zahnfleischrückgang mit „guided tessue regeneration” (GTR)

parodontitis-phase3Parodontitis ist die Bezeichnung für eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleisches. Bleibt diese Entzündung unentdeckt, kann Sie zum Zahn- bzw. Implantatverlust führen.

Früher war „der blutige Apfel“ ein sicherer Beweis dafür, dass das Zahnfleisch entzündet ist, heutzutage ist man in der Lage, schon frühzeitig durch den Nachweis eines Biomakers das Vorkommen schädlicher Keime im Mundraum zu bestimmen.

Das Ausmaß eines möglichen Entzündungsgeschehens in einer Zahnfleischtasche kann anhand eines spezifischen Enzyms namens MMP8 (Metallomatrixproteinase 8) auf non-invasive Art und Weise bestimmt werden. Zu diesem Zweck wird mit einem saugfähigen Probeentnahmestreifen ein wenig Flüssigkeit aus einer Zahnfleischtasche aufgenommen und in einem Gerät (DentoAnalyzer von dentognostics) im Rahmen eines sog. Immuno-Assays untersucht. Die Menge des nachgewiesenen MMP8 steht in direktem Verhältnis zum Ausmaß des Entzündungsgeschehens.

MMP8 ist hochspezifisch, d.h. es tritt nur auf, wenn menschliche Kollagenfasern (aus denen der Zahnhalteapparat besteht) durch eine Entzündung (die schmerzlos, d.h.unbemerkt verlaufen kann) abgebaut werden. Die Mengen an MMP8 sind allerdings sehr gering, im Bereich von einigen Nanogramm (1ng = 0,000000001g), was deren mNachweis und präzise Messung außerordentlich schwierig macht.

  • Früherkennung einer Zahnfleischerkrankung bzw. Erkrankungsneigung
  • Verlaufskontrolle nach Behandlungen bzw. während der Recall-Phase
  • geplanten Implantationen
  • Bestimmung der optimalen Intervalle zwischen 2 Situngen zur Professionellen Zahnreinigung (PZR)
  • Feststellung, ob und wann eine erneute Zahnfleischbehandlung erforderlich ist
  • Einschätzung des Wurzelresorbtionsrisikos bei kieferorthopädischen Patienten (der Gefahr, dass bei zu großem Druck der Zahnspange die Zahnwurzeln abgebaut werden
  • Screening (Reihenuntersuchung)

all-dente-mmp8

1.

Mundspülung mit 0,2 %-igem CLX Symtombezogene Untersuchung Beratung Infiltrationsanästhesie

2.

Sulcusinzision mit zwei vertikalen Entlastungsinzisionen Zurückklappen des Weichgewebes und exponieren des paradontalen Defektes

3.

Zahnstein-, Plaque- und Konkrement-Entfernung auf der Wurzeloberfläche Glätten der Wurzeloberfläche

4.

Konditionieren der Freugelegten Wurzeloberfläche Zwei Minuten mit Straumann ® Prefgel Abspülen mit steriler Kochsalzlösung

5.

Applikation von Straumann ® Emdogain unmittelbar im Anschluss auf die blut-/speichelfreie Wurzeloberfläche

6.

Periostschlitzung, Reponieren des Muskoperiostlappen Und Fixierung auf Höhe der Schmelz-Zement-Grenze

7.

Aufhängenaht und Einzelkopfnähte Zusätzliches Auftragen von restlichem Straumann ® Emdogain Auf Nähte und Wundränder zur Optimierung der Wundheilung

8.

Drei Monate post OP: symtombezogene Untersuchung und Beratung

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