Parodontologie –
Zahnfleischbehandlung bei ALL DENTE

Deckung von Zahnfleischrückgang mit „guided tessue regeneration” (GTR).

Die Parodontologie beschäftigt sich mit dem Zahnhalteapparat. Dieser beinhaltet sowohl Wurzelelemente und Wurzelhaut als auch Knochen und Zahnfleisch (Gingiva). Zu den Aufgaben des Parodontologen gehören die Vorbeugung sowie Behandlung von Erkrankungen in diesem Bereich.

Besonderes Augenmerk der Parodontologie liegt auf der sogenannten Parodontitis, umgangssprachlich fälschlicherweise auch „Parodontose“ genannt. Doch worum handelt es sich bei dieser Erkrankung genau und wie kann sie behandelt werden? Mehr dazu erfahren Sie im Folgenden.

Parodontitisbehandlung als GrafikWas ist eine Parodontitis?

Parodontitis ist die Bezeichnung für eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleisches. Dabei entstehen Zahnfleischtaschen. Bleibt diese Entzündung unentdeckt, kann Sie zu Knochenabbau im Kiefer sowie zum Zahn- bzw. Implantatverlust führen.

Wie entsteht Parodontitis?

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einer Parodontitis führen können. Darunter fallen unter anderem bakterielle Zahnbeläge. Auch das Rauchen schadet den Zähnen und kann im schlimmsten Fall zur Parodontitis führen.

Wie erkennt man eine Parodontitis?

Eine Parodontitis frühzeitig zu diagnostizieren, ist enorm wichtig für die erfolgreiche Behandlung. Früher war „der blutige Apfel“ ein sicherer Beweis dafür, dass das Zahnfleisch entzündet ist. Heutzutage ist man in der Lage, schon frühzeitig durch den Nachweis eines Biomakers das Vorkommen schädlicher Keime im Mundraum zu bestimmen.
Zu den Symptomen für eine Parodontitis gehören:

  • Zahnfleischbluten
  • Geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnbelag
  • Zurückgehendes Zahnfleisch

MMP8-Test zur Diagnose von Parodontitis

Das Ausmaß einer möglichen Entzündung in einer Zahnfleischtasche kann anhand eines spezifischen Enzyms namens MMP8 (Metallomatrixproteinase 8) auf non-invasive Art und Weise bestimmt werden.

Zu diesem Zweck wird mit einem saugfähigen Probeentnahmestreifen ein wenig Flüssigkeit aus einer Zahnfleischtasche aufgenommen und im Rahmen eines sogenannten Immuno-Assays untersucht. Hierfür wird ein spezielles Gerät verwendet (DentoAnalyzer von dentognostics). Die Menge des nachgewiesenen MMP8 steht in direktem Verhältnis zum Ausmaß des Entzündungsgeschehens.

MMP8 ist hochspezifisch. Es tritt nur auf, wenn menschliche Kollagenfasern (aus denen der Zahnhalteapparat besteht) durch eine Entzündung (die schmerzlos, d.h. unbemerkt verlaufen kann) abgebaut werden. Die Mengen an MMP8 sind allerdings sehr gering, im Bereich von einigen Nanogramm (1ng = 0,000000001g), was deren Nachweis und präzise Messung außerordentlich schwierig macht.

  • Früherkennung einer Zahnfleischerkrankung bzw. Erkrankungsneigung
  • Verlaufskontrolle nach Behandlungen bzw. während der Recall-Phase
  • Bei geplanten Implantationen
  • Bestimmung der optimalen Intervalle zwischen 2 Sitzungen zur professionellen Zahnreinigung (PZR)
  • Feststellung, ob und wann eine erneute Zahnfleischbehandlung erforderlich ist
  • Einschätzung des Wurzelresorptionsrisikos bei kieferorthopädischen Patienten (der Gefahr, dass bei zu großem Druck der Zahnspange die Zahnwurzeln abgebaut werden)
  • Screening (Reihenuntersuchung)

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Wie wird Parodontitis behandelt?

Die Parodontitisbehandlung bzw. „Parodontosebehandlung“ lässt sich in vier Phasen aufteilen:

  1. Ausführliche Diagnose inklusive Messung der Tiefe der Zahnfleischtaschen. Sind die Taschen besonders tief, kann ein Knochenaufbau notwendig sein.
  2. Beseitigung der Ursache, Reinigung der Zahnfleischtaschen unter örtlicher Betäubung: Bakterielle Erreger und damit der Entzündungszustand werden entfernt. Auch Zahnstein und Plaque werden beseitigt.
  3. Verhinderung der (Re-)Infektion: Bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen wird das Ergebnis kontrolliert.
  4. Langfristige Erhaltung des Ergebnisses: Dazu gehören prophylaktische Maßnahmen, die durch den Zahnarzt (z.B. Professionelle Zahnreinigung) oder vom Patienten selbst (z.B. gute Zahnpflege) durchgeführt werden.

Bei ALL DENTE arbeiten wir zusätzlich mit der sogenannten „gesteuerten Geweberegeneration“ (Guided Tissue Regeneration: GTR). Durch dieses Prinzip entspricht das neu gebildete Gewebe der Struktur des vorherigen. Die verloren gegangenen Strukturen werden durch diese Art der Zahnfleischbehandlung also nicht repariert, sondern regeneriert.

Diagnose von Parodontitis bei ALL DENTE in Kamen.

Diagnose

  • Mundspülung mit 0,2 %-igem CLX
  • Symptombezogene Untersuchung
  • Beratung zur Infiltrationsanästhesie

Behandlung

  • Sulcus Inzision mit zwei vertikalen Entlastungsinzisionen
  • Zurückklappen des Weichgewebes
  • Exponieren des paradontalen Defektes

Behandlung

  • Reinigung tiefer Zahnfleischtaschen
  • Zahnstein-, Plaque- und Konkrement-Entfernung auf der Wurzeloberfläche
  • Glätten der Wurzeloberfläche
Behandlungsschritt Konditionieren bei der Parodontitisbehandlung.

Behandlung

  • Konditionieren der freigelegten Wurzeloberfläche
  • Zwei Minuten mit Straumann ® Prefgel
  • Abspülen mit steriler Kochsalzlösung

Behandlung

  • Applikation von Straumann® Emdogain unmittelbar im Anschluss auf die blut-/speichelfreie Wurzeloberfläche

Behandlung

  • Periostschlitzung
  • Reponieren des Mukoperiostlappen
  • Fixierung auf Höhe der Schmelz-Zement-Grenze
Abschließendes Vernähen bei einer Parodontitisbehandlung in unserer Praxis in Kamen.

Behandlung

  • Aufhängenaht und Einzelkopfnähte
  • Zusätzliches Auftragen von restlichem Straumann® Emdogain auf Nähte und Wundränder zur Optimierung der Wundheilung
Nachsorge einer Parodontitisbehandlung in unserer Zahnarztpraxis in Kamen.

Nachsorge

  • Drei Monate nach der OP: symptombezogene Untersuchung und Beratung

ALL DENTE in Kamen & Ennigerloh

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Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr

Zentrum für Implantologie & Knochenaufbau NRW

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